Schamanische Begleitung

Zum Mitnehmen · kostenlos

Zwei Minuten.
Barfuß. Sonst nichts.

Die erste Station aus meinem Übungsheft — hier zum Lesen und Mitmachen. Ohne Anmeldung, ohne E-Mail-Adresse, ohne Gegenleistung. Wenn sie dir etwas gibt, weißt du, wie ich arbeite.

Zwei Hände liegen auf feuchter Walderde zwischen Moos und feinen Wurzeln.
Dauer
2 – 5 Minuten
Wo
Draußen oder drinnen
Was du brauchst
Nichts
Wann
Wenn alles zu schnell geht
Kostet
nichts

Station I · Erdung

So geht sie.

Es geht nicht darum, etwas wegzumachen. Es geht darum, wieder in Verbindung zu kommen — mit deinem Körper, deinen Gefühlen, deinen Wurzeln.

Vertraue deiner Wahrnehmung. Lass Zeit wirken. Lass Erde sprechen.

  1. Schritt Eins

    Steh auf

    Zieh die Schuhe aus. Wenn es draußen geht: barfuß auf Gras, Erde, Waldboden, Sand. Wenn nicht: barfuß auf den Boden deiner Wohnung. Beide Füße flach, die Knie ganz leicht weich.

  2. Schritt Zwei

    Spüre den Boden

    Nimm wahr, wie der Boden dich trägt. Wo genau liegt dein Gewicht — mehr vorn, mehr hinten, mehr auf einem Fuß? Nichts korrigieren. Nur bemerken.

  3. Schritt Drei

    Atme in die Fußsohlen

    Stell dir vor, der Atem geht bis nach unten. Ein paar Züge lang, ohne zu zählen. Achte auf Wärme, Gewicht, Stabilität — oder auf das Fehlen davon.

  4. Schritt Vier

    Sprich den Satz

    Leise, halblaut, im Kopf — wie es dir leichter fällt: „Ich bin getragen von der Erde." Dann bleib noch einen Moment stehen, bevor du weitergehst.

Ich bin getragen von der Erde.
Der Satz zur ersten Übung

Danach

Zwei Fragen,
wenn du magst.

Zu jeder Station im Übungsheft gehören zwei Reflexionsimpulse. Man kann sie aufschreiben, man kann sie auch einfach eine Weile mit sich herumtragen.

Wie fühlt sich mein Körper an, wenn ich ganz hier bin?

Was gibt mir im Alltag Erdung und Halt?

Das war Station I von sechs. Die anderen fünf — Raumhalten, Trance und innere Bilder, Symbolarbeit, Seelenanteile, Alltagsrituale — gehören zum Jahreskreis und zum Übungsheft.

Für jeden Monat gibt es außerdem ein eigenes kleines Ritual. Wir sind im Oktober: Weinmond lesen.

Wenn dir zwei Minuten etwas gegeben haben, stell dir vor, was zwölf Abende tun.

Das gedruckte Übungsheft mit allen sechs Stationen und Notizfeldern kostet 35 Euro. Im Jahreskreis ist die digitale Fassung enthalten.

Bevor du fragst

Häufige Fragen.

Was bringt diese Übung?

Sie macht nichts weg. Sie richtet deine Aufmerksamkeit für ein paar Minuten nach unten statt nach vorn. Was daraus entsteht, entscheidet dein Körper — nicht ich. Es ist eine Übung der Wahrnehmung, keine Behandlung.

Wie lange dauert das?

Zwei bis fünf Minuten. Länger ist erlaubt, kürzer auch. Wichtiger als die Dauer ist, dass du sie überhaupt machst — und dass du sie wiederholst, wenn du dich verloren oder unruhig fühlst.

Muss ich dafür barfuß nach draußen?

Nein. Draußen auf Erde oder Gras ist es deutlicher, aber der Küchenboden funktioniert auch. Es geht um die Aufmerksamkeit, nicht um den Untergrund.

Wie oft sollte ich das machen?

So oft, wie sie dich ruft. Manche machen sie jeden Morgen, manche nur an Tagen, an denen alles zu schnell geht. Kleine Rituale nähren die große Verbindung — das gilt hier mehr als jeder Plan.

Woher kommt die Übung?

Aus dem Übungsheft „Der innere Erdenpfad", das ich für den Jahreskreis geschrieben habe. Es ist die erste von sechs Stationen — Erdung und Selbstwahrnehmung. Die anderen fünf gehören zum Jahreskreis.

Brauche ich Vorerfahrung?

Nein. Du musst nichts glauben, nichts gelesen haben und niemandem etwas beweisen. Zwei Minuten Zeit reichen.

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